11. Sex!

Bild: CC-BY-NC jason pier

11.1 Queer

Auch im 21. Jahrhundert sind Menschen mit sexuellen Orientierungen und Identitäten jenseits heterosexueller Normierung noch immer Diskriminierungen ausgesetzt. Es gibt sogar reaktionäre Tendenzen, die die erreichten Erfolge auf dem Weg zu Anerkennung und Emanzipation in Frage stellen.

Wir PIRATEN Bremen wollen, dass Homosexualität, Bisexualität und andere Spielarten von Liebe und Sexualität, bei denen niemand unter Beugung oder Brechung seines Willens zu sexuellen oder erotischen Handlungen veranlasst wird, im Sexualkundeunterricht als der Heterosexualität gleichwertig vermittelt werden.

Das Rat&Tat-Zentrum in Bremen muss als gemeinnützige Einrichtung finanziell gefördert werden.

Wo möglich, sollen im Zuge von Renovierungsarbeiten und Neubauten Unisextoiletten eingerichtet werden als Alternative für Menschen, die sich keinem der beiden klassischen Geschlechterbilder zugehörig fühlen.

 

11.2 Prostitution

Die Entscheidung zur Ausübung der Prostitution ist von Staat und Gesellschaft zu akzeptieren. Eine Diskriminierung und Kriminalisierung von Sexarbeitern und Sexarbeiterinnen und ihren Kunden und Kundinnen lehnen wir PIRATEN Bremen ab. Selbstbestimmt tätige Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen sind keine Opfer. Vielmehr üben sie ihren Beruf eigenverantwortlich auf der Grundlage einer freien Entscheidung aus. Ihre Tätigkeit bedarf besonderer Fähigkeiten und Kenntnisse und verdient gesellschaftliche Anerkennung.

 

Alle Bestrebungen, Grundrechte wie das Recht auf Privatsphäre einzuschränken oder die Ausübung eines Berufes mit Sperrbezirken zu behindern, lehnen wir ab. Sonderregelungen zur Reglementierung von Prostitution müssen dahingehend geprüft werden, ob sie geeignet, erforderlich und angemessen sind, die Anerkennung und die Rechte von Sexarbeitern und Sexarbeiterinnen sicherzustellen.